Sanierung der Berliner Straße

An dieser Stelle werden Fragen, Anregungen und Stellungnahmen der Roßdorfer Bürger bezüglich der Sanierung der Berliner Straße gesammelt. Es sind die unbearbeiteten Meinungen der Roßdorfer. Ich will diese nicht aufbereiten, damit der Charakter des Kommentars erhalten bleibt.Dies dient dazu, einen Überblick über die bereits gestellten Fragen zu bieten. Die Anliegen der Roßdorfer Bürger sollen so gebündelt der Stadt Nürtingen zur Verfügung gestellt werden, damit diese auf der geplanten Veranstaltung auch adäquat beantwortet werden können.

@ Stadt Nürtingen: Bitte informieren Sie uns Roßdorfer frühzeitig und umfänglich zu dem Bauvorhaben.

 

Wenn Sie auch Fragen oder Anregungen dazu haben schicken Sie uns diese bitte

 

E-Mail: BAR-NT [at] web.de

Whatsapp: 0152 – 29233776 

Brief an Dieter Harlos, Dürerplatz 4/75

 

Wenn Sie Ihren Namen zu der Frage genannt haben wollen, so schreiben Sie das bitte explizit, ansonsten werden die Fragen und Kommentare anonym hier veröffentlicht.

 

Es gibt eine direkte Adresse eines Zusammenschlusses der Verwaltungsbeiräte der betroffenen Häuser. Auch dort können Sie sich hinwenden. vbeirat.umleitung@web.de


Fragen- und Kommentarsammlung

 Sehr geehrter Herr Martin,
 
wir, als gewählte Vertreter der Eigentümerinnen und Eigentümer der Gebäude Rubensweg 6, 8 und Rembrandtstr. 7, 13, 17 haben vor der geplanten Beschlussfassung in der Gemeinderatssitzung am 25.07.23 in einer Stellungnahme (s. Anhang) an  OB, Gemeinderatsmitglieder und BAR unsere Bedenken, Befürchtungen und Ängste zur geplanten Umleitung Rubensweg-Grünewalsstraße (BA 2) zusammengefasst. In seiner Antwort - wir denken, sie liegt Ihnen vor - verwies uns der OB an Sie mit dem Hinweis, dass eine frühzeitige Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner wichtig sei, und Sie für alle Fragen dazu der richtige Adressat mit der entsprechenden Expertise seien.
 
In der Tat haben wir über unsere Stellungnahme hinaus einige konkrete Fragen zu Sicherheit und Gesundheit der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner, die unserer Auffassung nach vor Beschlussfassung geklärt sein müssten und in der Vorlage leider keine Antwort finden. Diese Fragen ergaben sich in Zusammenkünften der Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Hochhäuser:
 
 1. Welchen Zeitraum in den Jahren 2025 und 2026 werden der Bau der Umleitungsstrecke (ausschließlich der Arbeiten der Stadtwerke), die Umleitungszeit und die Zeit für den vollständigen Rückbau jeweils maximal beanspruchen?
 
 2. Der Umleitungsbereich ist ein gewohnter Spiel- und Freizeitbereich. Wie werden insbesondere Kinder (Spielplätze, z. T nur in 4 m Abstand), Ältere und Gebrechliche geschützt? Sind Fußgängerschutzstreifen geplant? Ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung über die bereits  bestehende Zone 30 vorgesehen? Ist eine Trennung (z. B. Geländer) zwischen Umleitung und Spiel- und Freizeitbereich (Wiesen, Spielplätze etc.) geplant? Welche ungefährdeten Routen sind zu Kindergarten, Schule und Einkaufszentrum vorgesehen?
 
 3. Welcher Bereich ist für den Fahrradverkehr vorgesehen, besonders im Kurven- und Steigungsbereich der Umleitung?
 
 4. Wo sollen die beiden Ampelanlagen genau stehen? Mit wie langen Ampelschlangen ist in den Spitzenzeiten zu rechnen? Liegen hierfür Modellrechnungen oder zumindest einigermaßen zuverlässige Schätzungen vor?
Zusatz: Stichproben ergaben in Spitzenzeiten bis zu 10 Fahrzeuge pro Minute; das wäre eine etwa 120 m lange Schlange in 2 Minuten. Das entspricht der Entfernung vom Beginn der Umleitung bis vorn zur Kreuzung Rembrandtstraße/Rubensweg.
 
 5. Wie soll im Bereich der Ampelschlangen das beidseitige auch rechtwinklig zur Verkehrsrichtung notwendige Ein- und Ausparken möglich sein? Sind etwa vorübergehende Sperrungen von unserer Meinung nach unverzichtbaren Parkplätzen geplant?
 
 6. Wie wird der gerade in die Spitzenzeiten fallende Entlade- und Ladeverkehr auf den teilweise im Umleitungsbereich liegenden Zufahrten zu den Gebäuden möglich bleiben?
 
 7. Sind wegen der zu erwartenden deutlich höheren Schadstoffemissionen (Feinstaub, Sickoxide etc.) infolge der Ampelschlangen und der vermehrten Beschleunigungs- und Bremsvorgänge im Umleitungsbereich Schadstoffmessungen vorgesehen?
 
Zusätzlich zwei Fragen zum organisatorischen Ablauf
 
 8. Wann ist die "frühzeitige",so der OB, Beteiligung aller Anwohnerinnen und Anwohner geplant? In welcher Form soll diese stattfinden?
 
 9. Wann sind Verhandlungen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern bezüglich Dienstbarkeiten und Grunderwerb vorgesehen?
 
Wir hätten alle diese Fragen gern im Vorfeld der Erstellung Ihrer Vorlage, insbesondere vor der Beschlussfassung in einer uns informierenden und beteiligenden Aussprache geklärt. Uns bleibt die Hoffnung, dass wir, wie der OB schreibt, "im guten Miteinander einen Weg finden". Wobei wir bis zu einer zufriedenstellenden Klärung aller Fragen der Auffassung bleiben, dass die verworfene Alternative (halbseitiger Ausbau BA 3b) der einzige gangbare Weg ist.
 
 

 

Download
Stellungnahme der Verwaltungsbeiräte der Roßdorfer Gebäude Rubensweg 6, 8 und Rembrandtstr. 7, 13 und 17
Stellungnahme Umleitung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 205.3 KB

Antwort des OB:

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

vielen Dank für Ihre Stellungnahme, über die ich sehr gerne den Gemeinderat – wen noch nicht geschehen – informiere.

 

Ich kenne das Roßdorf und die Örtlichkeiten sehr gut (ich halt seit Jahren – übrigens als einziger in der Verwaltungsspitze – den von meinem Amtsvorgänger anvisierten Neubau Rubensweg zurück) und kann sehr gut nachvollziehen ,was die Umleitung an Belastungen mit sich bringt.

Fachlich ist hier das Ordnungsamt und das Tiefbauamt zuständig – hier fehlt mir – auch was den Zustand der Straße und die möglichen Umleitungstrecken angeht  – die Expertise. Selbstverständlich wird auch das Fachpersonal der Verkehrspolizei bzgl. der rechtlich möglichen Umleitungsstrecke  eingeschaltet. Ich kann Ihnen daher versichern, dass bereits von Gesetzeswegen eine nicht verkehrssichere Umleitung ausgeschlossen ist.

In einem Punkt muss ich Ihnen widersprechen. Bei Umleitungsstrecken gab und gibt es noch nie eine Bürgerbeteiligung in Form der Mitgestaltung. Dies liegt darin, dass die Gesetze hier ein enges Korsett anlegen – es geht um Ordnungsrecht und da kann wär ein Versprechen der Mitplanung nicht zu halten und würde nur für Frust sorgen. Das hat nichts mit „Obrigkeitsstaatlichkeit“ zu tun, sondern mit gesetzlichen Vorgaben des Straßenrechts- übrigens bei jeder Straßenbaumaßnahme bundesweit.   Das heißt aber nicht, dass nicht sehr frühzeitig vor der Baustelle die Umleitungsstrecke mit den Anwohnerinnen und Anwohnern diskutiert  und Ideen von Ihnen nicht auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Die Stadtverwaltung hat  überhaupt kein Interesse, gute Ideen nicht umzusetzen, denn wir alle möchten einen reibungslosen Ablauf der Baumaßmahme. Uns ist dabei die frühzeitige Beteiligung vor der Baustelle wichtig. Frage hierzu bitte an unseren technischen Beigeordneten Herrn Martin (j.martin@nuertingen.de).

 

Ich denke ,wir haben alle ein gemeinsames Interesse, die heutige Situation mit einem gesperrten Gehweg und einem schlechten Zustand der Straße (oben) zu verbessern. Hier sollten wir im guten Miteinander eine Weg finden – das dies gelingt, davon bin ich überzeugt.

 

Beste Grüße,

Johannes Fridrich


Abgesenkten Randstein auf beiden Seiten inder Kurve als Überweg für Fußgänger, Kinderwägen und Radfahrer zum Erreichen des steilen Roßdorfweges zum Tälesbähnle.


Kommentar eines Roßdorfers:

Eine Umleitung über Rubensweg/Grünewaldstraße mag unumgänglich sein,
aber das funktioniert ganz sicher nicht über eine Ampelsteuerung.
Da wäre das Stau Chaos vorprogrammiert.
Will man das sinnvoll gestalten muss der schmale Weg zwischen Rubensweg und Grünewaldstraße zweispurig ausgebaut werden,
so dass der Verkehr einigermassen fließen kann.
Das muss sicher provisorisch passieren und darf auf keinen Fall zu einer Dauerlösung werden.
Schließlich wurden die Häuser gebaut, in der Intention, an einer stillen Wohnstraße zu wohnen und nicht an einer Durchgangsstraße.
Auch sollte man überlegen, wo die Anwohner ihre Autos abstellen. Im Rubensweg fallen mindestens 40 Stellplätze weg.
In der Grünewaldstraße vermutlich einige mehr. Sollen die in der Zeit in der Braike parken?

 


Warum kann es keine Umleitung über den Tatzelwurm oder die Schrebergärten geben?


Wo wird es Fußgängerüberwege geben? Wie kann ich von der Rembrandtrasse oder dem Rubensweg zum Ladenzentrum oder Kindergarten kommen?


Wieso wird die Berliner Straße nicht einseitig gesperrt? Dann dauert die Baustelle zwar doppelt so lange und ist auch doppelt so teuer, aber wir bräuchten keine Umleitung.


Wenn durch einen Unfall o.ä. die Berliner Straße zwischen dem Roßdorfweg und der Holbeinstraße gesperrt ist, und ein zusätzliches Schadenereignis im Roßdorf eintritt, wie kommen dann die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zu dieser Schadenstelle?


Wir, im Haus Rubensweg 8, haben auch den Blick über den Verkehr auf dieser Straße.
Zum Beispiel sahen wir in den letzten Wochen mehrmals von unserem Balkon aus wie  4 Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und Horn die Berliner Straße hochrasten, Krankenwagen und Polizei hinterher.
Wie sollten die über unseren Fußweg an ihr Ziel kommen? Und wenn tatsächlich ein Großschadensereignis eintritt – wie wäre Hilfe möglich, wie kämen die Bewohner eventuell weg?

Es muss unbedingt eine echte, taugliche zweite Zufahrt für das Roßdorf gesucht werden und zwar  anstelle dieser Umleitung! (Annahme Red.: Umbau des Fußweges an Rembrandtstr. 7 vorbei)


Ich habe gerade eben nach meinem Urlaub aus der Zeitung "Roßdorf jetzt" 09/2023 erfahren, dass über unsere Erholungsfläche (FlSt 6612/3) ein gepflasterter Gehweg geplant sei. Ich würde gerne wissen, wer das zugestimmt hat. Warum wurden die Miteigentümer des Grundstücks nicht gefragt und überhaupt nicht informiert? Oder ist das heutzutage so üblich, dass man eines Morgens aufwacht und die Stadt auf seinem eigenen Grundstück ohne zu fragen schon eine Straße gebaut hat?
Außerdem wir haben vor kurzem einen neuen Zaun gekauft. Genau wo der Zugang in die Tiefgarage ist, wird der Gehweg dort enden. D.h. der Zaun soll weg. Auch die Bäume sollen weg (neben dem Zaun und unten an der Spitze des Grundstücks). Warum sollen wir das alles dulden?
Die Stadt Nürtingen hat eine Fehlplanung der Verkehrsführung im Roßdorf über private Grundstücke gemacht. Ich bin ganz und gar nicht einverstanden! Was passiert wenn z.B. ein Haus brennt und man viele Verletzte hat? Wie sollen die Menschen zum Krankenhaus gebracht werden, wenn es nur einen 4 Meter langen provisorischen Fahrweg gibt? Bereits im letzten Jahr hat eine Wohnung in der Holbeinstraße gebrannt. Die Feuerwehr mit 9 Fahrzeugen und die Rettungsdienst mit 10 Fahrzeugen haben damals komplett den Verkehr im Roßdorf blockiert. Keiner konnte raus und keiner konnte rein fahren. Warum wurden die Einwohner überhaupt nicht informiert oder miteinbezogen? Nirgendwo außer in 2 Zeitungen (Nürtinger Zeitung und Roßdorf jetzt) die Informationen über die geplanten Umleitungen zu finden. Auf der Homepage der Stadt Nürtingen sind such keine Informationen zu finden. Das ist echt ärgerlich!


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die in „Roßdorf jetzt!“, 07/8,2023, vorgestellte neue Planung für die Berliner Straße halte ich für falsch. Erneut wird ein Provisorium geplant, das wiederum wie die bisherige Straßenführung wahrscheinlich nur eine kurze Lebensdauer haben wird. Für solch ein Provisorium werden unnötig für einen kurzen Zeitraum Haushaltsmittel versenkt.
Das Problem der bisherigen Straßenführung liegt nicht darin begründet, dass zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr nicht aneinander vorbeikommen würden und daher der Autoverkehr die Fahrradstreifen mit benutzen muss. Das Problem liegt im Autoverkehr. Viele Autofahrer nutzen den Radstreifen fortwährend, ob nun Gegenverkehr oder ein Hindernis vorhanden ist, dies widerspricht der Straßenverkehrsordnung. Letzteres gilt auch für die zu hohen Geschwindigkeit der Autofahrer.
Der geplante Fuß-/Radweg soll bergauf drei Meter breit werden. Dies ist für berganfahrende Fahrradfahrer (ohne Motor) zu schmal und führt zu Behinderungen des Fußverkehrs. Deutlich sieht man dies, wenn Kinder und Jugendliche auf dem bestehenden Wegen fahren. Konflikte mit Fußgänger sind vorprogrammiert.
Wie könnte nun der Verkehr vom Roßdorf und ins Roßdorf gut für alle Verkehrsteilnehmer geregelt werden?
Die Zufahrtsstraßen für unser Roßdorf sind keine Durchgangsstraßen, sondern sie bedienen nur das Roßdorf.
Mein Vorschlag:
Die Berliner Straße wird zur Fahrradstraße umgebaut. Sie sollte über die Hans-Möhrle-Straße mindestens bis zur Schule gehen. Das Roßdorf wäre damit der erste Stadtteil, der durch eine Fahrradstraße erschlossen würde. Viele Verkehrszeichen in der Berliner Straße werden überflüssig.
In einer Fahrradstraße dürfen nur Fahrräder und E-Scooter fahren, jedoch können Zusatzschilder Auto- und Motorradverkehr zulassen, Höchstgeschwindigkeit ist 30 km/h.
Autofahrer, die sich nicht an die 30km/h-Beschränkung halten wollen, können über den Roßdorfweg ins Roßdorf fahren. Im gesmaten Roßdorf gilt eh eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, so dass nur eine kurze Strecke zusätzlich diese Geschwindigkeitsbegrenzung hätte.


Mir geht es um die Sanierungsarbeiten des langen Gehweges der Berliner Straße.
Eines ist mir jedoch nicht klar. Wird der Gehweg erst ab Holbeinstraße saniert und nicht ab "Am Kirchert 1-5"? Dieser kurzer Gehwegabschnitt, beginnend vom Staßenschild, weist stellenweise große Risse, Unebenheiten (wegen Baumwurzeln?) und fehlende Belagsteile auf. Es geht hier natürlich um Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator, Kinderwagen! Deswegen bitte ich mein Anliegen in der GR-Sitzung am 25 Juli 2023 zu erläutern und eventuell eine Entscheidung zu treffen und zwar - Aufnahme in die Sanierungsarbeiten der Berliner Straße.
Mein 2. Anliegen ist unser Wald, der zu nah an unsere Häuser 1 bis 3 in den letzten 50 Jahren herangewachsen ist. Ich liebe unseren Wald sehr, aber wegen der großen Hitze wird mir persönlich jetzt beim Anblick des Waldes aus unserem Fenster etwas mulmig. Wen kann man kontaktieren? Den Bürgermeister, das Bauamt? Bis mindestens 5 Meter sollte der Wald zurück geschnitten werden und der Hof eventuell breiter gemacht werden. Neulich sind Feuerwehrautos, Krankenwagen, Polizeiautos angerückt. Wer trägt die Verantwortung im Brandfall, sollte er vom Wald ausgehen?