Es gibt seit längerem Beschwerden über den ÖPNV im Roßdorf. Hierzu haben Roßdorfer in der BAR-Sitzung am 12.11.2025 einen Diskussionspunkt eingebracht.
Daraus ist eine Anfrage an die Stadt entstanden:
Hallo Herr Dr. Fridrich,
hallo Herr Teufel,
auf unserer vergangenen öffentlichen BAR Sitzung hat Frau XX uns untenstehendes berichtet.
Weitere Bewohner rund um die hintere Wendeplatte an der Hans-Möhrle-Straße berichten ebenfalls von diesen Vorgängen.
Auch Frau XX hatte dazu bereits Kontakt mit Ihnen, wie sie auch ausführt.
Leider hat sich an der Situation nichts geändert, was wir äußerst bedauerlich finden.
Sie erlauben uns, daß wir uns als BAR hier einschalten, denn wir sind es eigentlich gewohnt, aus der Verwaltung qualifizierte Antworten auf unsere Anfragen,
Bitten und Wünsche zu bekommen.
Es würde und freuen, wenn Frau XX und wir hier mit der Unterstützung der Stadtverwaltung rechnen dürften und stehen Ihnen gerne auch vorort für weitere Gespräche
zur Verfügung.
Freundlicher Gruß aus dem Roßdorf
Dieter Harlos
Vorsitzender BAR
Darauf hat OB Fridrich folgendes geantwortet:
Guten Abend Herr Harlos, guten Abend Frau XX,
ich kann Ihren Ärger verstehen. Leider gibt es an sehr vielen Stellen mit dem neuen Busanbieter in dem Bündel Beschwerden, insbesondere auch auf der Linie
182/182 A . Auch die Zuverlässigkeit ist ein großes Problem. Tatsächlich unterstützen wir hier, leider noch nicht mit durchschlagendem Erfolg, aber das wird sich hoffentlich bald
ändern:
Wie bereits geschrieben, ist der ÖPNV nicht von der Stadt organisiert, sondern vom Landkreis und vom VVS, dh. nur diese haben vertragliche Beziehungen zu dem
Busunternehmen FMO und damit auch eine vertragliche Handhabe außerhalb des Ordnungsrecht.
Wir haben uns wegen den geschilderten Vorfällen und vieler anderer Probleme auch in den Schulen an den Landkreis gewandt. Jede Beschwerde hilft, so haben sich
auch die Schulleiter an den Landkreis gewandt und das war ja auch der Grund ,warum ich die Mail an den BAR weitergeleitet habe. Wenn noch nicht geschehen bitte auch im Namen des Bürgerausschusses
Roßdorf sich beim Landkreis beschweren. Der Landrat hat sich auf unsere Beschwerde persönlich der Sache angenommen. Es gab Krisengespräche mit dem Busunternehmen und es wird auch mit Pönalen
gearbeitet. Es soll zeitnah auch ein runder Tisch mit Busunternehmen, Landkreis und den Beschwerdeführern (Stadt, Schulen, Elternvertreter) stattfinden. Dort werde ich auch nochmals das von Ihnen
geschilderte Fehlverhalten ansprechen. Wenn der Termin feststeht (Landkreis ist in Abstimmung) kann ich auch gerne dem Bürgerausschuss Bescheid geben.
Seitens FMO würde neben anderen Maßnahmen angekündigt, zur verstärkten Überwachung der Verkehre ab 17.11.2025 deren Teamleitung sowie Kontrollpersonal auf den
Verkehren zur Roßdorfschule einzusetzen. Ich habe auch Herrn de Jesus Pinto von der Straßenverkehrsbehörde in cc genommen,
Sie sehen, wir haben uns auf vielen Ebenen eingesetzt. Sehr gerne leiten wir auch konkrete Beschwerden mit Uhrzeit und Kennzeichen an den Landkries
weiter.
Viele Grüße und einen schönen Abend,
Johannes Fridrich
Dem BAR liegt das Protokoll vom 08.12.2025 der Sitzung vom Runden Tisch vor. Nach der Freigabe zur Veröffentlichung werden wir es an dieser Stelle publizieren. Vorab kann man eine kleine Zusammenfassung in der RoßdorfJETZT! vom Januar 2026 nachlesen.
Im Anschluß einige Auszüge von Roßdorfern mit Bilder, wie die Busse parken und den Motor laufen lassen
Lieber Bürgerausschuss,
wie bereits letzte Woche angesprochen, hier nochmal die Zusammenfassung unserer Punkte bzgl. der Problematik der Verkehrssituation der Busse in der Hans-Möhrle-Str., Haltestelle Kleeweg,
Wendeplatte.
1. Unangebrachtes Verhalten einzelner Busfahrer
Immer wieder kommt es zu Situationen, in denen Anwohnerinnen und Anwohner beschimpft oder beleidigt werden. Teilweise wurde uns sogar geraten, „zum Psychologen zu gehen“.
Zudem entsorgen Fahrerinnen und Fahrer regelmäßig Müll direkt aus dem Bus in den Wald oder werfen Zigaretten an die Haltestelle bzw. an die Wendeplatte. Urinieren nicht ausgeschlossen.
2. Lärmbelästigung durch lange Standzeiten
Die Busse stehen werktags zwischen 6–11 Uhr und 13–19 Uhr im 15-Minuten-Takt an der Haltestelle Kleeweg, an der Wendeplatte oder an Garageneinfahrten und verursachen dabei erhebliche
Lärmbelästigung.
An Wochenenden ist die Situation besonders problematisch, da Busse bereits um 1:46, 3:06 Uhr, 4:26 Uhr im Wohngebiet stehen.
Viele Fahrer lassen während ihrer Pausen (10–15 Minuten) den Motor laufen oder starten ihn alle 45 Sekunden neu – was zusätzlich erhebliche Lärmemissionen erzeugt.
3. Verkehrliche Probleme und Sicherheitsrisiken
Durch wildes Parken kommt es immer wieder zu blockierten Garagen, zugeparkten Einfahrten und versperrten Gehwegen. An der Wendeplatte wird der Gehweg komplett blockiert, sodass man mit
Kinderwagen und Hund auf die Straße ausweichen muss. Die Busfahrer scheint es wenig zu interessieren.
Hinzu kommt, dass die Busse teilweise länger sind als die markierte Bushaltestelle und dadurch in die Garageneinfahrten ragen.
4. Umwelt- und Sauberkeitsprobleme
Neben der unzulässigen Müllentsorgung behindern die genannten Umstände auch die nachhaltige Nutzung des Straßenraums und beeinträchtigen das Wohnumfeld massiv.
5. Bereits erfolgte Gespräche – ohne Ergebnis
Es fanden bereits mehrere Gespräche oder Mailverkehre mit dem Bürgermeister sowie mit Herrn Teufel und dem Omnibusbetrieben statt – leider ohne erkennbare Verbesserung der Situation. In
Gesprächen mit Herrn Teufel war unser Vorschlag ihm die Uhrzeiten und Kennzeichen der Busse durchzugeben, aber er will nicht die Verkehrspolizei sein.
Die Auslastungsfrage und die Nachhaltigkeit des Fahrplans sei dahin gestellt. Unsere Beobachtungen zeigen, dass es keinerlei angemessene Auslastung gibt und ein weiteres spannendes Thema werden
die Fahrten der Busse während der Strassensperrung ab nächsten Jahres sein.
Anbei auch noch ein paar Bilder
Freundliche Grüße
Darüber hinaus gab es im Dezember 2025 einen "Runden Tisch" über dessen Ergebnisse wird noch berichtet, aber wir haben ein kurzes Statement in der RoßdorfJETZT! vom Januar 2026 hier veröffentlicht:
Omnibussituation der Linien 182, 182a und 183
Am Montag, den 8. Dezember, fand im Nürtinger Rathaus ein Runder Tisch zum Thema Schülerverkehr statt. Auslöser waren unter anderem zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern bezüglich des Schülerverkehrs, insbesondere auch der Linie 182a von der Roßdorfschule zum Gänslesgrund.
Neben Vertretern des Landkreises und der Stadtverwaltung nahmen die Roßdorfschule, die Friedrich-Glück-Schule, Elternvertreter, der Busunternehmer sowie der BAR an dem Gespräch teil. Geschildert wurde, dass der Unterricht häufig nicht pünktlich beginnen kann, da es regelmäßig zu Verspätungen kommt. Auch nach dem Unterricht entstehen oft lange Wartezeiten auf die Busse. Zudem wurde berichtet, dass manche Fahrer ohne ausreichende Deutsch- und Streckenkenntnisse eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es Beschwerden über das Fahrerverhalten; auch die hohe Anzahl an Fahrerwechseln wurde thematisiert.
Frau Dr. Leuze-Mohr vom Landratsamt Esslingen bewertete den Runden Tisch als ein gutes Format, um die Situation konstruktiv in Bewegung zu bringen. Der BAR brachte in diesem Zusammenhang auch die Beschwerden der Anwohnerinnen und Anwohner zur Situation an der Wendeplatte in der Hans-Möhrle-Straße ein. Ebenso wurde angeboten, während der Baustellenphase an der Berliner Straße die Belange des Busverkehrs mitzudenken und sich aktiv einzubringen.
Wir werden uns weiterhin in die Thematik einmischen, die Lage aufmerksam beobachten und versuchen, an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen. Bitte unterstützen Sie uns auch künftig durch Ihre Meldungen zu bestehenden Missständen. Mit einer guten Dokumentation können wir gemeinsam vorankommen. Allen von der Situation Betroffenen ist daran gelegen, tragfähige und nachhaltige Lösungen zu finden.
Lieber BAR,
ich melde mich wieder wegen dem Buslärm am Kleeweg. Es wird immer schlimmer.
Heute Morgen war die Einfahrt wieder zugeparkt um 7:07 und der Herr Busfahrer machte keinerlei Anstalten mich rausfahren zu lassen. Ungeschickt wenn man auf dem Weg zur Arbeit ist und mit der
Bahn fährt. Diese wartet ja bekanntlich auch nicht auf einen. Erst nach mehrmaligem Hupen hat er sich erbarmt. Dann waren auch die restlichen Nachbarn wach.
Die Lebensqualität wird eingeschränkt, ständiger Lärm, wildes parken. Ich bin gespannt wie das im Sommer wird, wenn man seinen wohlverdienten Feierabend auf dem Balkon genießen will.
Mittlerweile ist dies ein Grund für mich mir eine andere Wohnung zu suchen und das Roßdorf zu verlassen.
Ich habe aber immer noch die Hoffnung, dass sich irgendetwas ändert.
Ein paar Bilder schicke ich mit. Alle sind für diese Mail leider zu viel. Kann ich bei Bedarf aber gerne per WhatsApp schicken.
Viele Grüße
